gegen SSF Bonn

Als das letzte Spiel der Saison anstand, und weder Ab- noch Aufstieg oder Teilnahme an den Westdeutschen Meisterschaften für die erste Jugendmannschaft des TuS Wickrath möglich waren, stand für das Team eines dennoch fest: Einen Sieg in der letzten Partie der aktuellen Spielrunde wollte man sich nicht entgehen lassen.
Die Chancen standen gut, hatte man den Kontrahenten Bonn doch schon im Hinspiel 8:3 besiegt. Ob solch ein Erfolg ein weiteres Mal gelingen würde? Dazu musste die andauernde Serie an Niederlagen von nunmehr drei Pleiten unterbrochen werden. Wie sich zeigen sollte, keine leichte Aufgabe…
Wie üblich begann die Partie mit den Doppeln und sie begann auf höchst erfreuliche Weise, denn beide Konstellationen konnten sich mit Bravour durchsetzen und verhalfen der Heimmannschaft somit zu einer günstigen Ausgangsposition.
Die 2:0-Führung schmolz jedoch sofort wieder dahin, da sich Jan gegenüber Marc Stein 1:3 geschlagen geben musste und auch Yannic aus einer 2:1-Führung kein Kapital zu schlagen vermochte.
Glücklicherweise stellten Julian und Arne den Abstand von zwei Punkten durch zwei im Endergebnis glatte, aber dennoch umkämpfte 3:0-Erfolge wieder her: 4:2.
Obwohl Yannic im darauf folgenden Aufeinandertreffen mit Marc Stein auch bei einem 0:2-Rückstand und der Konfrontation mit mehreren Satzbällen nicht aufgab, und Marathonsatz Nummer drei mit 17:15 für sich entscheiden konnte, gelang ihm letztendlich keine Kehrtwende. Eine solche wäre bei Jan zu keinem Zeitpunkt nötig gewesen, da er immerfort die Führungsposition inne hatte und kaum einen Zweifel an seiner Überlegenheit ließ, was sich schließlich auch im Endresultat von 3:1 zu Buche schlug. Zwei weitere Einzelsiege und das abschließende Erfolgserlebnis wäre zum Greifen nahe.
Diese beiden Punkte wollte man natürlich unmittelbar nach den vorangegangenen Spielen erringen, um den Gästen gar nicht erst die Chance zu lassen, einen 3:5-Rückstand noch aufzuholen.
Als nun aber beide Akteure des unteren Paarkreuzes den Auftaktsatz ihrer Partien abgaben, schwand die Hoffnung auf eine klare Angelegenheit allmählich. Jedoch ließen sich Julian und Arne so leicht nicht abschreiben: Beide fanden zurück ins Spiel und konnten zu einer 7:3-Gesamtführung beitragen, wozu bei Julian sogar der Gewinn eines entscheidenden fünften Satzes vonnöten war.
Somit fehlte nur noch ein Einzelsieg, um im Endeffekt die Nase vorne zu haben. Hierzu boten sich maximal vier Optionen in Form von Spielen der finalen Verlängerung.
In den ersten beiden sah sich Yannic der gegnerischen Drei- Michael Himel- gegenüber, während Julians Gegner der im Einzel heute noch ungeschlagene Marc Stein war.
Trotz der Favoritenrolle von diesem schaffte es Julian, zwei der ersten drei Sätze für sich zu entscheiden, wodurch er sich mit 2:1 in Front spielte.
In einem Spiel von großer Klasse und vielen furiosen Ballwechseln gelang es ihm nun sogar, durch eine 9:6-Führung im vierten Satz die Vorentscheidung heraufzubeschwören. Durch den Gewinn zweier weiterer Ballwechsel hätte er der Partie zu diesem Zeitpunkt ein vorzeitiges Ende setzen können, doch ihm widerfuhr zum wohl ungünstigsten Augenblick ein Aufschlagfehler und so gelang es Marc Stein noch, das Spiel zu drehen und mit einem abschließendem 12:10 im Entscheidungssatz die Kräfteverhältnisse wieder gerade zu rücken.
Während dieser Begegnung hatte sich das Aufeinandertreffen Wickraths und Bonns am Nachbartisch schon entschieden: Davon wurde aber kaum eine Notiz genommen, da die zweite Platte aufgrund der Sonneneinstrahlung anders als üblich positioniert war und die Zuschauer wie gebannt dem oben geschilderten Krimi folgten.
In dieser zweiten Partie der Verlängerung nämlich setzte Yannic der Saison mit einem souveränen 3:1-Sieg den erhofften Schlusspunkt: Wickrath hatte abschließend noch einmal gesiegt. Das Spiel war 8:4 ausgegangen.
Trotz einiger Rückschläge, die aufgrund der Knappheit der verlorenen Partien im Rückblick besonders an Bitterkeit gewinnen, kann man mit der abgeschlossenen Saison wohl zufrieden sein: Früh hat man sich vom unteren Tabellenende entfernt und die Qualität der Mannschaft in packenden Aufeinandertreffen bewiesen. Durch die überraschende Niederlage der Jugendmannschaft des TuRa Oberdrees gegen den TV Düren ist ein vollkommenes „Happy end“ trotz des Sieges nicht geglückt, sodass sich das Wickrather Quartett in der Abschlusstabelle nicht auf dem fünften, aber immerhin auf dem sechsten Platz befindet.
Bedenkt man bei der Betrachtung dieses Ergebnisses, dass die Mannschaft im letzten Jahr noch in der Bezirksliga auf Punktejagd war und sich somit aufgrund des Aufstiegs zunächst einmal mit einer Außenseiterrolle zufrieden geben musste, erscheint die erbrachte Leistung beträchtlich. Der neuen Spielrunde 2011/2012 kann daher mit Enthusiasmus entgegengesehen werden. Ob man den anfangs gesteckten Zielen dann erneut so bravourös gerecht werden kann, bleibt abzuwarten.

 

gegen TTC indeland Jülich

Die vorletzte Partie der Saison stellte zugleich das letzte Auswärtsspiel für Wickrath dar. Zum letzten Mal begaben sich Spieler, Eltern und Trainer auf einen derart langen Weg, wie sie ihn von der laufenden Spielrunde gewohnt waren und er auf Verbandsebene nun einmal üblich ist.
Reiseziel war diesmal Jülich, dessen erste Herrenmannschaft sich zu diesem Zeitpunkt auf Meisterschaftskurs in der 2. Bundesliga Nord befand. Dem Aufeinandertreffen konnte man mit Spannung entgegensehen, zumal sich beide Teams bereits im Hinspiel nur mit zwei Punkten Abstand zugunsten Jülichs getrennt hatten.
Die vorverlegte Partie wurde am Abend des ersten Aprils um 19 Uhr durch die Doppel eingeläutet: Dabei sahen sich Yannic und Jan im Duo Kljajic-Peric/ Kljajic-Peric, das in der Rückrunde noch keinen Sieg hatte verbuchen können, der vermeintlich leichteren Aufgabe gegenüber, während Julian und Arne das wohl härtere Match erwartete: Ihre Gegner Kneier/ Pal hatten bislang erst ein Spiel verloren und waren zudem zumindest im Einzel auch in der Herren-Landesliga erfolgreich.
Dementsprechend überrascht fielen die Reaktionen auf die ersten Ergebnisse aus: Yannic und Jan gerieten schnell mit 0:2 in Rückstand. Dahingegen behaupteten sich Julian und Arne mit 1:0- und 2:1-Führungen.
Im Fortverlauf der Begegnungen schien es jedoch, als würden die Dinge doch noch ihren erwarteten Verlauf nehmen: Die Favoriten beider Partien retteten sich jeweils in den fünften Satz, sodass jeweils noch alles offen war.
Trotz dieser Wendungen hatten die Doppel letztlich dennoch einen überraschenden Ausgang: Während Julian und Arne den Entscheidungssatz für sich entschieden, strauchelten Yannic und Jan. Es stand also 1:1.
Und die Serie der Überraschungen sollte nicht abreißen…
Denn in einem klaren ersten Einzel besiegte Jan seinen deutlich favorisierten Gegenüber, Robert Pal, mit 3:0. Währenddessen gestaltete sich die Partie zwischen Yannic und Lukas Kneier etwas ausgeglichener: An der 1:3-Niederlage Yannics änderte das leider nichts: 2:2.
Mit der bisherigen Ausbeute konnte man ob der starken gegnerischer Eins und Zwei insgesamt zufrieden sein. Jetzt galt es, im unteren Paarkreuz eine Führung herauszuspielen.
Diese Unternehmung gestaltete sich schwierig, allerdings konnte man dem Ausgang der Partien mit Optimismus entgegensehen, da Julian und Arne jeweils mit 2:1 führten. Während Arne in seinem darauf folgenden vierten Satz das Aufeinandertreffen mit Nikola Kljajic-Peric vorzeitig beendete, ließ sich Julian in der Verlängerung seines vierten Satzes doch noch in einen fünften Durchgang zwingen. Weil er diesen gegen Stevan Kljajic-Peric jedoch für sich entscheiden konnte, stand eine erfreuliche 4:2-Gesamtführung zu Buche.
Nun waren wieder Yannic und Jan an der Reihe: Obwohl Yannic den ersten Durchgang gegen Robert Pal gewann, unterlagen sowohl er als auch sein Doppelpartner letztendlich gegen stark aufspielende Kontrahenten. Dies war jedoch kein Beinbruch: Sollte es von nun an gelingen, die im unteren Paarkreuz der Heimmannschaft spielenden Brüder Nikola und Stevan Kljajic-Peric kurz zu halten, konnte man, auch ohne einen weiteren Sieg gegen Lukas Kneier oder Robert Pal einzufahren, einen 8:6-Erfolg herbeiführen.
Leider zeigte sich nun, wie schwierig es war, ohne Niederlage gegen das untere Jülicher Paarkreuz zu bleiben: Sowohl Julian als auch Arne gerieten in ihren nachfolgenden Partien zunehmend in Bedrängnis: Julian, indem er gleich einmal die ersten beiden Sätze abgab und Arne, indem er in eben solchen jeweils großen Rückständen hinterherzulaufen und Satzbälle abzuwehren hatte. Da er sich zum Satzende jedoch immer wieder fing, gelang ihm zum Schluss ein schmeichelhafter 3:0-Erfolg.
Auch Julian konnte sich zurückkämpfen. Durch zwei Satzgewinne gelang es ihm, sich in einen entscheidenden fünften Satz zu retten. Weil er in diesem jedoch wieder abbaute, musste er sich schließlich geschlagen geben, sodass die Begegnung ausgeglichen blieb: es stand 5:5 und die Entscheidung über das Endresultat würde erst in der Verlängerung fallen.
Zum Entsetzen der Wickrather Zuschauer konnte Spitzenspieler Yannic auch in dieser nicht an die Form vergangener Tage anknüpfen und unterlag gegen Nikola Kljajic-Peric, den er ihm Hinspiel noch besiegt hatte, mit 1:3.
Spätestens jetzt war ein Punktgewinn zu einer Herkulesaufgabe geworden. Die Rechnung, allein gegen die Kljajics-Perics Siege einzufahren, um wenigstens noch ein Unentschieden zu erreichen, ging nun nicht mehr auf, und so mussten mindestens zwei der nachfolgenden maximal drei Einzel gewonnen werden.
Die erste Niederlage besiegelte Julians Gegner Robert Pal, der sich auch von einem zwischenzeitlichen Satzgewinn Julians nicht aus der Bahn bringen ließ.
Am Nebentisch bot sich jedoch die Chance, zurück ins Spiel zu finden: Arne führte gegen Lukas Kneier im ersten Durchgang 10:8, ließ die beiden Satzbälle jedoch liegen, nicht zuletzt, da der Jülicher in der entscheidenden Phase mit neuen Aufschlägen punkten konnte.
Im zweiten Satz schien die Partie nun zu einer klaren Angelegenheit zu werden, doch als sich Arne in der Satzmitte mit einem klaren Rückstand konfrontiert sah, gab er nicht nach und holte noch auf: Nachdem er zu diesem Zeitpunkt den Ball zwei Mal abwechselnd auf der Vorhand- und Rückhandseite sowie der Kante seines Schlägers auftitschen lassen hatte, lief beim Gegner, der durch diese Aktion eventuell etwas irritiert war, nicht mehr viel zusammen, während er sich selbst stark verbessert zeigte: Seinem Gegenüber glückten bis zum Satzende nur noch zwei Punktgewinne.
Den dadurch erreichten 1:1-Satzausgleich konnte Arne jedoch in nichts Zählbares mehr umwandeln, sodass das Aufeinandertreffen letztlich mit 1:3, die Gesamtpartie mit 5:8, verloren ging.
In Folge der Niederlage ist ein positives Punktekonto zum Ende der Saison nun nicht mehr möglich, ein finaler Sieg bleibt dennoch erreichbar. Denn mit einem abschließenden Erfolg gegen den SSF Bonn möchte der TuS Wickrath der auslaufenden Spielrunde einen schönen Schlusspunkt setzen. Gelingt dies, und gewinnt die erste Jugendmannschaft des TuRa Oberdrees am letzten Spieltag gegen Tabellennachbar Düren, kann es Wickrath zudem noch gelingen, in der Abschlusstabelle auf einem versöhnlichen fünften Platz zu landen.

 

gegen TTC Bonn-Duisdorf

Auf das Spiel gegen den Tabellenzweiten Rheindahlen folgte das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenersten Duisdorf. Auch hier bot sich dem TuS Wickrath die Möglichkeit, aktiv in den Meisterschaftskampf einzugreifen, da Rheindahlen und Duisdorf zu diesem Zeitpunkt nur ein Zähler trennte. Um einen Punktegewinn gegen die Gäste verzeichnen zu können, musste zunächst ein ähnlich guter Grundstein wie im Hinspiel gelegt werden. Damals war es gelungen, mit zwei Doppelerfolgen gut in die Partie zu starten.
Im Vergleich zur vorangegangen Partie trat Wickrath jedoch mit einer anderen Taktik auf, da man die Doppel getauscht hatte, sodass sich die einzelnen Paarungen jeweils anderen Konstellationen als im Hinspiel gegenüber sahen. Durch diese veränderten Voraussetzungen boten sich neue Möglichkeiten, aber auch erweiterte Risiken...
Denn obwohl Yannic und Jan ihren ersten Satz für sich entscheiden konnten, sah es nach einigen weiteren Minuten schon gar nicht mehr so gut aus: Das Duo lag mit 1:2 zurück, während auch Julian und Arne einem 0:2-Rückstand hinterherliefen. Trotz einer Aufholjagd auf 2:2 gelang ihnen ebenso kein Erfolg wie Yannic und Jan. Es stand also gleich einmal 0:2.
Die Hoffnung auf eine Überraschung und auf den sofortigen Ausgleich keimte allerdings sogleich wieder auf, als die Spieler des oberen Paarkreuzes ihren ersten Satz im Einzel gewannen. Letztlich mussten sie sich dennoch jeweils geschlagen geben, obgleich es zumindest bei Yannic bis zuletzt spannend blieb.
Nun war das untere Paarkreuz an der Reihe. Gegen Stefan Schröder, gegen den er im Hinspiel noch eine Niederlage hatte hinnehmen müssen, gelang Julian der erste Wickrather Punkt. Auch am Nachbartisch verlief das Geschehen zunächst ausgeglichen, da sich Arne durch den 1:1-Satzausgleich gegen Omiros Grigoreas über Wasser halten konnte. Nachdem er den Schlüsselsatz zum 2:1 beziehungsweise 1:2 aber mit 12:14 in der Verlängerung abgab, blieb er im vierten Durchgang zumeist chancenlos und musste sich mit 1:3 geschlagen geben.
Eine weitere Niederlage Yannics sowie ein Spiel, in dem sich Jan eine 2:0-Führung gegen Philipp Mykietyn noch aus der Hand nehmen ließ, folgten- Spielstand: 1:7.
Ein Aufholen schien ausgeschlossen, zumal Julian gegen Omiros Grigoreas antrat, der schon im Hinspiel ohne Niederlage geblieben war, was umso bemerkenswerter war, da er damals noch oben gespielt hatte.
Zu Beginn des Einzels demonstrierte er gleich einmal seine Stärke, indem er durch einen atemberaubend schnellen und flachen Ball ums Netz, der in einem Bruchteil einer Sekunde kaum merklich über die Blatte streifte, seine Führung auf 3:0-Punkte ausbaute. Diesen Durchgang konnte er auch für sich entscheiden, später schaffte er einen weiteren Satzgewinn, doch Julian gelang es auch immer wieder, mit eigenen Satzerfolgen auszugleichen. Schließlich war die Chance da, im fünften Durchgang den Sieg davonzutragen, während sich die im Fortverlauf des Spiels begonnene Partie zwischen Arne und Stefan Schröder ebenfalls ihrem Ende zuwandte. So glückten Wickrath zwei nahezu zeitgleich errungene Siege, wobei besonders Julians Triumph bemerkenswert war.
Gegen die gegnerische Eins, Yannik Höreth, hatte er nun die Gelegenheit, seine hervorragende Leistung zu bestätigen und die Mannschaft von einem Spielstand von nunmehr 3:7 auf 4:7 heranzuführen. Ihm schwanden jedoch die Kräfte und so war es nicht weiter verwunderlich, dass er sich letztendlich 0:3 geschlagen geben musste, wodurch auch die Wickrather Gesamtniederlage besiegelt war: 3:8.
Die Meisterschaft ist nun wohl entschieden: Während sich Duisdorf keine Blöße gegeben hat, unterlag Rheindahlen gegen Jülich, sodass beide Teams wieder drei Punkte trennen. Hinzu kommt, dass sowohl Duisdorf als auch Rheindahlen kein wirklicher Härtetest mehr erwartet, sodass davon auszugehen ist, dass beide Mannschaften die Saison auf den Plätzen eins und zwei abschließen. Derweil erwartet den TuS Wickrath noch eine spannende Partie gegen Jülich, wohingegen das letzte Aufeinandertreffen gegen Bonn unter normalen Voraussetzungen keine große Herausforderung darstellen sollte. Dabei kann es Wickrath mit zwei Siegen zum Abschluss der Spielzeit gelingen, am Ende ein schönes positives Punktekonto zu Buche stehen zu haben. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Zielsetzung realisieren lässt.

 



gegen TTC Rheindahlen

Am 15. Spieltag der laufenden Meisterschaftssaison empfing die erste Jungen-Mannschaft des TuS Wickrath den TTC Rheindahlen. Dieser hatte seine Titelambitionen eine Woche zuvor durch einen Sieg im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Duisdorf unterstrichen. Um weiterhin auf Tuchfühlung mit dem Bonner Team zu bleiben und noch auf den ersten Platz spekulieren zu können, benötigte Rheindahlen dringend zwei Punkte, welche zu erlangen ob des knappen Hinspielresultats keine leichte Aufgabe sein würde.  Das Derby gegen Wickrath sollte sich folglich zu einer spannenden Angelegenheit entwickeln…
Dabei begann die Partie vergleichsweise unspektakulär, da beide Mannschaften jeweils ein Doppel mit 3:1 für sich entschieden: Für Wickrath punkteten Julian und Arne, die Gäste glichen durch das Duo Peiffer/ Laschat aus.
Ganz im Gegensatz dazu schien das Auftakteinzel zwischen Yannic und Philip Brandner von Anfang an eine knappe Kiste zu werden: Yannic geriet durch einen Satzverlust in der Verlängerung zwar 0:1 in Rückstand, konnte jedoch wieder auf 1:1 heranziehen. Als daraufhin beide Akteure jeweils einen Satz mit nur zwei Punkten Vorsprung für sich verbuchten, wurde klar, dass die Partie erst im fünften Durchgang entschieden werden würde.
Am Nachbartisch sah es zwischenzeitlich nach einer klaren Angelegenheit aus, zumal Jan die ersten beiden Sätze gegen einen gewohnt übermächtigen Mark Peiffer klar abgab. Da er jedoch nicht locker ließ und sich mit 14:12- und 18:16-Erfolgen wieder ins Spiel brachte, musste auch hier der letzte Satz für die Entscheidung sorgen.
Trotz der guten Kampfleistungen der Wickrather wurden die bisherigen Einzelvorstellungen nicht von Erfolg gekrönt: Sowohl Yannic als auch Jan unterlagen letztendlich mit 2:3, wobei der fünfte Satz an beiden Tischen relativ glatt über die Bühne ging.
Mit einer souveränen Leistung sorgte Julian daraufhin aber für den sofortigen Anschluss. Auch Doppelpartner Arne blieb in einer Partie gegen Dirk Laschat, in der sich beide Akteure fortwährend über die durch die Sonne verminderte Sicht beschwerten, mit 3:2 letztlich siegreich, obwohl er im dritten Satz beim Stand von 1:1 und 10:8 zwei Satzbälle abgegeben hatte und dadurch mit 1:2 in Rückstand geraten war.
Nun waren Yannic und Jan wieder an der Reihe: Zur Überraschung des Publikums gelang Yannic das Kunststück, gegen Mark Peiffer eine 2:0-Führung herauszuspielen. Dies lag nicht zuletzt daran, dass letzterer sein Einzel nicht allzu ernst nahm und zunächst mit übertriebener Lässigkeit agierte.
Rechtzeitig gelang es ihm aber wieder, einen Gang hochzuschalten und somit das Ruder wieder herumzureißen.
Die dadurch wiederhergestellte Rheindahlener Führung hielt nicht lange: Mit einer großen Leistung kompensierte Jan die gerade abgegebene Partie, indem er Philip Brandner sagenhaft 3:1 besiegte.
Jetzt bot sich die Möglichkeit, mit zwei Siegen im unteren Paarkreuz in Front zu gehen, sodass man einer Verlängerung optimistisch entgegenblicken konnte.
Leider stellte sich schnell heraus, dass dies nicht der Fall sein würde, da Julian Dirk Laschat 0:3 unterlag. Mit dem nötigen Glück in Form von zwei Netzrollern bei Satzbällen ausgestattet schaffte es Arne darauf aber, sein Team wieder auf 5:5 heranzuführen.
Als die Spitzenspieler beider Mannschaften –Yannic und Mark Peiffer- ihre anschließenden Aufeinandertreffen für sich entschieden, standen nur noch zwei Einzel aus. Dennoch waren noch alle Punkteverteilungen möglich: Es stand 6:6; das Spiel würde entweder 8:6, 7:7 oder 6:8 ausgehen.
Weil Jan seine große Leistung aus dem vorherigen Einzel nicht wiederholen konnte und sich gegen Lukas Veit schließlich 1:3 geschlagen geben musste, war zumindest ein Sieg nicht mehr möglich.
Ein Unentschieden war jedoch noch zu erreichen: Hierzu musste Arne den Rheindahlener Zweier- Philip Brandner- in einer entscheidenden Partie niederringen.
Dass diese Aufgabe kein unmögliches Unterfangen darstellte, zeigte sich gleich im ersten Satz, in Folge dessen Arne die Platte siegreich verließ: 11:8. Das Spiel gestaltete sich jedoch weiterhin spannend, da er den nächsten Durchgang abgab, wodurch es 1:1 in Sätzen stand.
Bei 9:9 im darauf folgenden Durchgang spielte sich ein skurriles Szenario vor den Augen der Zuschauer ab: Der Ballwechsel und damit das ganze Spiel schienen in einer Endlosschleife anzuhalten: Arne schoss ein ums andere Mal hohe Bälle, der nahe der gegenüberliegenden Wand positionierte Philip Brandner brachte die Kugel in einer hohen Flugbahn und mit einem gefährlich variierenden Spin ausgestattet jedoch auch immer wieder zurück, bis der Ball letztlich im Netz landete: auf der Seite von Arne.
Obwohl Philip Brandner den darauf folgenden Satzball nutzte und zu Beginn des vierten Satzes ankündigte, jetzt kurzen Prozess zu machen, gewann Arne diesen Durchgang wieder, sodass ein allerletzter Satz über den Ausgang des Derbys zu entscheiden hatte.
Nach einer 5:2-Führung Arnes und einem fragwürdigen Kantenball, den nur Philip Brandner selbst mit Sicherheit als einen solchen identifizierte, war die Partie schließlich zu Ende: Wickrath hatte erneut den Kürzeren gezogen: 6:8.
Damit bleibt der Kampf um die Meisterschaft spannend, während dem Turn- und Sportverein nur noch die Frage bleibt, welchen Platz im Mittelfeld er letzendlich belegen wird. Da Rheindahlen selbst nicht mehr auf den TTC Bonn-Duisdorf trifft und aufgrund von einem Punkt Rückstand den Titel nicht mehr aus eigener Kraft gewinnen kann, liegt es an anderen Mannschaften, den Tabellenführer zu stoppen. Nächste Woche ist Wickrath an der Reihe, die Herausforderung anzunehmen.
Nächste Woche ist Wickrath an der Reihe, die Herausforderung anzunehmen  und im Hinspiel war das Team schon extrem nahe an der Sensation: Eine 6:4-Führung hatte man sich noch aus der Hand nehmen lassen.

 

gegen TV 1847 Düren

Die vorverlegte Partie des 14. Spieltages gegen Tabellennachbar Düren fand am Freitagabend auswärts statt. Dabei hatte der TuS Wickrath die Möglichkeit, mit einem Sieg an der Heimmannschaft vorbeizuziehen, da diese zwar zwei Punkte Vorsprung, aber auch eine schlechtere Spieldifferenz besaß. Hierzu musste an die gute Leistung aus dem Hinspiel angeknüpft werden, die bislang als die beste Wickrather Vorstellung der laufenden Saison angesehen wurde.
Gegenüber dem ersten Aufeinandertreffen beider Mannschaften veränderte sich die Aufstellung Dürens geringfügig: Anstelle von Alexander Hibert rückte Mathias Kuckertz, dessen Bruder Peter ebenfalls aufgeboten war, ins Team.
Das Spiel versprach Spannung, doch diese schien sich zumindest in den Doppeln noch nicht einzustellen, da beide Partien zunächst recht einseitig verliefen: Julian und Arne waren ihren Gegnern klar überlegen, während Yannic und Jan auch im zweiten Satz noch nicht so richtig ins Spiel gefunden hatten. Dies änderte sich dann jedoch im Dritten –zugleich brachten Julian und Arne am Nachbartisch den Sieg unter Dach und Fach-, denn es gelang den beiden, auf 1:2 heranzukommen und durch einen weiteren Satzerfolg die 2:0-Gesamtführung zum Greifen nah zu machen.
Da das Duo im fünften Durchgang aber nicht in Fahrt kam und auch eine Auszeit den Spielverlust nicht verhindern konnte, musste eine Führung von zwei Spielen zunächst verschoben werden: es stand 1:1.
Die darauf folgenden Einzel sorgten für keine großen Überraschungen: Yannic gewann 3:1 gegen Peter Kuckertz, während Jan Julian Heimbach, der bereits im Hinspiel ohne Niederlage geblieben war, trotz eines zwischenzeitlichen Hoffnungsschimmers in Form eines Satzgewinns unterlag.
Nun war das untere Paarkreuz an der Reihe: Arne spielte gegen Jonas Bey, Julian sah sich Mathias Kuckertz gegenüber und beide schlossen ihre Spiele erfolgreich ab, obwohl letzterer einem 0:1-Satzrückstand hinterherzulaufen und sich ersterer Spielständen wie 2:6 im ersten und 1:7 im dritten Durchgang zu erwehren hatte: 4:2.
Nun galt es, den Vorsprung zu verteidigen, was sich angesichts der anstehenden Partien als eine schwierige Herausforderung zeigte, da Yannic gegen die gegnerische Eins zumeist den Kürzeren zog und schließlich ein 0:3 hinnehmen musste und auch Jan gegen den im Vergleich zum Hinspiel verbesserten Peter Kuckertz seine Probleme hatte: 0:1- und 1:2- Satzrückstände brachten ihn in Bedrängnis, doch es gelang ihm immer wieder, den Kopf noch aus der Schlinge zu ziehen, bis schließlich feststand, dass die Entscheidung erst im fünften Satz fallen würde.
Weil es Jan jedoch nicht gelang, diesen Durchgang für sich zu verbuchen, blieb die Partie spannend: Es stand 4:4.
Wie Arne zuvor besiegte nun auch Julian den Dürener Jonas Bey, dem er im Hinspiel noch unterlegen war, souverän mit 3:0- 5:4.
Obwohl Arne im ersten Satz des darauf folgenden Matches eine 10:7-Führung aus der Hand gab, konnte er den Satz in der Verlängerung noch für sich entscheiden. Im nächsten Durchgang beim gleichen Spielstand- 10:7- fest entschlossen, es diesmal nicht auf eine Verlängerung ankommen zu lassen, blieb ihm dennoch kaum eine Chance darauf: Seinem Gegner glückten im rechten Moment zwei Kantenbälle und ein tödlicher Netzroller, was nicht nur zur Verzweiflung, sondern ausnahmsweise auch zum Schmunzeln trieb.
Als Arne den Satz dennoch noch für sich entschied und seine Position auf der anderen Tischhälfte einnehmen wollte, reichte ihm sein Kontrahent Mathias Kuckertz bereits die Hand mit der Begründung, er wolle aufgeben.
Jetzt fehlten zu einer verschönerten Tabelle lediglich zwei Einzelsiege- mittlerweile stand es 6:4.
Den ersten steuerte Yannic bei, der zu keinem Zeitpunkt an seiner Überlegenheit zweifeln ließ: 7:4.
Zwei Möglichkeiten standen nun offen, die Partie zu entscheiden. Trotz einer ansprechenden Leistung glückte es Julian nicht, seinen Namensvetter Julian Heimbach ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Auch Arne stand aufgrund eines 0:2- und 7:9-Rückstandes gegen Peter Kuckertz, den er im Hinspiel noch 3:0 besiegt hatte, mit dem Rücken zur Wand. Mit mehr kämpferischem als spielerischem Geschick schaffte er es dennoch, sich in den fünften Satz zu retten, in welchem er sich jedoch klar geschlagen geben musste: nur noch 7:6.
Eigentlich wäre Jan jetzt an der Reihe gewesen, aber dazu kam es gar nicht: Wieso sollte Mathias Kuckertz gegen ihn antreten, wo er doch im letzten Spiel verletzungsbedingt aufgegeben hatte?
Das letzte Einzel wurde somit kampflos entschieden, sodass ein glückliches 8:6 zugunsten Wickraths zu Buche stand.
Mit diesem Ergebnis verbessert sich der Turn- und Sportverein in der Verbandsliga-Tabelle auf Platz fünf. Nächstes Projekt ist ein Sieg im Derby gegen den TTC Rheindahlen. Hierzu wird vor allem ein verbessertes Doppelresultat vonnöten sein: Im Hinspiel war der Rivale sofort mit 2:0 in Führung gegangen. Die heutige Doppelleistung macht ebenso Hoffnung wie der Heimvorteil: am Wickrather Antoniushügel ist die Luft nicht so dünn wie im Rheindahlener Keller.

 

gegen TuRa Oberdrees

Nach einer weiteren einwöchigen Spielpause war der TuRa Oberdrees am Wochenende zu Gast am Antoniushügel. Die Mannschaft hatte sich zur Rückrunde mit Benjamin Duy Bao Ho, der zuvor noch beim SSF Bonn in der gleichen Liga aktiv gewesen war, verstärkt. Dennoch trat das Team mit einer im Vergleich zum Hinspiel verschlechterten Aufstellung an, da sowohl Nils Röttgen als auch Pascal Büttner fehlten, sodass die Gäste den Kampf mit ihrer nominell schwächsten Mannschaft annahmen.
Ob dieser personellen Besonderheiten zeigten sich die Wickrather Spieler vor Beginn der Partie optimistisch, waren sich jedoch im Klaren darüber, dass sie auch so ein knappes Match erwartete.
Gemäß dieser Prognose startete das Spiel auch: Beide Mannschaften entschieden jeweils ein Doppel für sich. Für Wickrath punkteten Julian und Arne, Martin Schlett und Fabian Langer glichen daraufhin aus.
In den Auftakteinzeln sah sich der wieder genesene Yannic gleich einer schwierigen Aufgabe entgegen. Gegen Benjamin Ho führte er in der Mitte der ersten beiden Sätze zwar jeweils, gab seinen Vorsprung allerdings in beiden Fällen wieder aus der Hand. Als das gleiche Schicksal ihm auch im dritten Durchgang zu widerfahren drohte und er sich mit einem 0:2 und 7:9-Rückstand schon in einer beinahe aussichtslosen Situation befand, half eine Auszeit zum ersten Satzgewinn. Diesem glücklichen Etappenziel konnte er jedoch kein weiteres Erfolgserlebnis anfügen, sodass er sich letztendlich 1:3 geschlagen geben musste. Weil auch Jan in seinem ersten Einzel gegen den Spitzenspieler von Oberdrees klar unterlag, geriet die Heimmannschaft mit 1:3 in Rückstand.
Dies wäre nicht allzu schlimm gewesen, wenn Julian und Arne daraufhin ihren Favoritenrollen gerecht geworden wären.
Beide verloren jedoch knapp im fünften Satz. Besonders bitter daran war, dass Arne die Gelegenheit verpasste, mit dem Punktgewinn bei einem von zwei Matchbällen seinem Spiel ein vorzeitiges Ende zu setzen.
Im weiteren Verlauf der Begegnung überraschte Yannic dann mit einem klaren 3:0-Sieg gegen Fabian Langer, während Jan ein weiteres Mal den Kürzeren zog. Wie Yannic blieb auch Arne in seiner Partie ohne große Probleme und brachte seine Mannschaft mit einem 3:0-Erfolg wieder ins Spiel. Julian verkürzte den Spielstand darauf mit einem weiteren Sieg sogar auf 4:6, sodass wieder zu hoffen war.
Trotz der Leistungssteigerung gegenüber seinem ersten Einzel blieb Julian im nächsten, nun paarkreuzübergreifenden Spiel gegen die gegnerische Eins chancenlos. Weil Yannick und Jan aber gewannen und es somit 7:8 stand, war die Möglichkeit auf ein Unentschieden weiterhin vorhanden.
Dazu aber musste Arne gegen Benjamin Ho gewinnen, der im bisherigen Spielverlauf noch keine Einzelniederlage hatte hinnehmen müssen.
Nach Verlust des ersten Satzes glich Arme auf 1:1 aus -die Chancengleichheit war wiederhergestellt. Leider gelang es ihm dennoch nicht, das Spiel für sich zu entscheiden.
Er verlor 1:3, die Wickrather Mannschaft knapp mit 6:8.
Aufgrund der derzeitigen Tabellenlage kann man die Niederlage zum Glück mit Gelassenheit entgegennehmen. Während ein erneuter Angriff auf die oberen Plätze selbst mit reichlich Schützenhilfe aussichtslos erscheint, ist auch der Abstiegskampf schon lange kein Thema mehr. Somit kann man sich auf einige im Grunde bedeutungslose, aber dennoch wohl spannende, letzte Partien dieser ereignisreichen Verbandsliga-Saison freuen.

 

gegen TV Lohmar

Das zweite Spiel der Rückrunde fand fern der Wickrather Heimat statt. Dass keiner der Spieler in Wickrath selbst wohnt, machte die Anreise nach Lohmar auch nicht kürzer, doch selbst vom Antoniushügel aus dauerte die Fahrt über eine Stunde.
Der punktlose Tabellenletzte trat beim Spiel selbst ebenso mit Ersatz an, wie der im Mittelfeld positionierte TuS Wickrath. Während bei der Heimmannschaft Johannes Schleicher, an Position vier gemeldet, fehlte, hatte Wickrath den Aufall des Einsers- Yannic Maaßen- zu kompensieren.
Für den immer noch von einer Krankheit Heimgesuchten rückte sein Bruder Dominik ins Team, der bis vor Kurzem selbst noch angeschlagen gewesen war.
Aber auch er machte seine Aufgabe gut und gewann sowohl im Doppel mit Jan als auch in seinem einzigen Einzel mit 3:0, wodurch er eine Wiederholung des Hinspielergebnisses ermöglichte: 8:0.
Die Partie befand sich zu keinem Zeitpunkt auf der Kippe, und auch die Einzel wurden nur dann knapp, als Jan, der heute nicht die übliche Leistung bot, an der Reihe war. Dennoch gelangen auch ihm zwei harte 3:2-Arbeitssiege sowie der bereits erwähnte Doppelerfolg mit Dominik. Die restliche Mannschaft blieb ohne Satzverlust, sodass die Rückreise schon nach weniger als 1h 30 angetreten werden konnte.
Letztendlich also ein klarer Sieg, doch wie auch in der Hinrunde kommen die wirklich harten Gegner noch. Erstes dieser Kategorie angehörige Team ist die erste Jungen-Mannschaft des TuRa Oberdrees, welche nach einer einwöchigen Spielpause in Wickrath gastiert.
Besonders schwierig dürfte es werden, da sich Oberdrees in der Winterpause mit Benjamin Duy Bao Ho verstärkt hat. Trotz dessen hoch positiver Hinrundenbilanz von 14:6 im oberen Paarkreuz des SSF Bonn, ist wohl zu erwarten, dass er gegen den Turn- und Sportverein im unteren Paarkreuz antritt. Selbst wenn Yannic bis dahin wieder gesund ist, wird die Partie demnach zu einem echten Härtetest werden.

 

gegen TTC Baesweiler

Die Rückrunde begann wie die Hinrunde aufgehört hatte: Wickrath spielte gegen Baesweiler.
Da die Mannschaft die Erstausgabe dieser Partie mit 8:0 klar für sich entschieden hatte, ging man zunächst von einem entspannten Nachmittag aus.
Nichtsdestotrotz mussten die Erwartungen rasch heruntergeschraubt werden. Beide Doppel verloren jeweils den ersten Satz. Als Julian und Arne daraufhin ausglichen, während Jan und Yannic auch den zweiten Durchgang abgaben, lagen die Hoffnungen auf ihnen.
Zwei knappe Sätze folgten. Letztendlich musste sich die Konstellation aber geschlagen geben: 0:1.
Glücklicherweise besserte sich die Situation am Nebentisch. Mit einem klaren 11:1-Satzerfolg setzte das Duo Yannic/Jan, das nun auch zusammen das obere Paarkreuz bildet, ein Ausrufezeichen. Die Leistung konnte danach auf hohem Niveau gehalten werden; somit setzte sich das Doppel noch in fünf Sätzen durch: 1:1.
Gerade so hatte man den frühen Rückstand abwehren können. Nun musste versucht werden, die Lage zu stabilisieren.
Weil Jan in drei Sätzen gegen David Arz jedoch chancenlos blieb, wurde auch dieses Etappenziel vorerst abgehakt, zumal auch Yannic sichtliche Probleme hatte: 0:1- und 1:2-Satzrückstände setzten ihm zu. Sogar einen Matchball hatte er abzuwehren, um im Rennen zu bleiben und einen Entscheidungssatz herbeizuführen. Aufatmen. Dann ein 11:7 - 2:2.
Nun bestritten Julian und Arne ihre ersten Einzel im neuen Jahr-zu Beginn durchaus erfolgreich.
Denn beide konnten den ersten Satz für sich verbuchen, auch wenn bei Arne dazu die Abwehr von zwei Satzbällen erforderlich war. Danach spitzte sich die Lage mehr und mehr zu. Arne verlor die nächsten beiden Sätze. Julian unterlag im Zweiten und sah sich mit 6:10 auch im Dritten im Hintertreffen. Indem er noch einmal auf 10:10 herankam, bewies er seine Kämpfernatur. Den Satzverlust konnte er dennoch nicht verhindern.
Im vierten Satz lag Arne dann sogar mit 3:9 zurück, aber letztendlich gewannen beide noch 3:2.
Die 4:2-Führung konnte die Stimmung etwas lockern. Als Jan dann 3:1 gewann, schien der Knoten geplatzt. Dem tat auch Yannics Niederlage keinen Abbruch.
Es folgten noch zwei Siege von Julian und Arne sowie einer von Yannic, bis das Ergebnis feststand: 8:3.
Mit ein bisschen Pech hätte das Aufeinandertreffen aber auch ganz anders ausgehen können. Hätte man die drei Fünfsatzspiele nicht gewonnen, so wäre aus einem 0:6 Rückstand wohl kaum noch ein Punktegewinn herauszuholen gewesen.
Nach dieser „Kostprobe“ im Ligaalltag steht nun jedoch erneut eine Ruheperiode bevor. Aufgrund der mittlerweile ungeraden Zahl an Mannschaften setzt der Turn- und Sportverein nächste Woche den Spielbetrieb aus. Die nächsten Zähler sollen dann Anfang Februar gegen Lohmar eingefahren werden. Auch dieses Team hatte Wickrath in der Hinrunde 8:0 besiegt, aber wie Baesweiler gezeigt hat, ist das noch lange kein Grund, eine weitere einseitige Partie einzuplanen.

 

gegen TTC Baesweiler

Nach nunmehr vier Niederlagen in Folge befand sich der TuS Wickrath beim Hinrundenabschluss am Montag auf dem sechsten Tabellenrang. Alles schien danach, als könnte man weder die Tabellenspitze wiederholt in Angriff nehmen, noch auf einen Abstiegs- oder Relegationsplatz zurückfallen.
Den Mannschaften im Tabellenkeller wollte man jedoch auch keine Chance zum Starten einer Aufholjagd lassen. Somit setzte sich das Team am Nachholspieltag gegen Baesweiler das Ziel, sich mit einem Sieg endgültig aus der Gefahrenzone zu manövrieren.
Schon die Doppel zeigten, dass diese Unternehmung durchaus machbar war. Yannic und Jan gewannen klar. Auch Julian und Arne waren ihren Gegnern überlegen, gaben zwischenzeitlich jedoch einige hohe Satzführungen aus der Hand. Nichtsdestotrotz gelang ihnen schließlich ein 3:1-Erfolg.
Die ersten Einzelpartien, die zumindest den Satzresultaten nach knapp verliefen, folgten dem bisher angeschlagenen Takt. Yannic und Julian gewannen ihre Spiele jeweils 3:1.
Anschließend konnten Jan und Arne die Führung ohne große Probleme auf 6:0 ausbauen, der Sieg war zum Greifen nah.
Da sich Julian auch im nächsten Aufeinandertreffen keine Blöße gab und erneut souverän agierte, fehlte der Heimmannschaft nur noch ein Punkt. Diesen sollte Yannic in seinem zweiten Einzel beisteuern, doch leider lief es zunächst gar nicht rund. Eine hohe Führung von über fünf Punkten im ersten Satz gab er noch aus der Hand.
Als beide Akteure dann jeweils einen Satz für sich verbuchen konnten, geriet er mehr und mehr ins Hintertreffen. Dabei zeigte er sich mit seiner Leistung über weite Strecken unzufrieden. Weil er diese in Folge dessen allerdings wieder steigerte, gelang es ihm, in den heißen Phasen kühlen Kopf zu bewahren und die letzten zwei Sätze jeweils mit 11:9 für sich zu entscheiden.
Ein klarer 8:0-Sieg rundet die Saison also ab. Damit schließt sich der Kreis zum 8:1-Auftakterfolg gegen Euskirchen. Indem sich dieser Verein in der Verbandsliga jedoch zurückzog, wurden den Wickrathern die beiden gegen sie gewonnenen Punkte genommen. Dennoch kann sich die Mannschaft mit einem ausgeglichenen Punktekonto beruhigt in die Winterpause begeben. Vom Abstiegskampf wird man wohl nicht mehr betroffen sein.

gegen TuRa Oberdrees

Das Wetter in den letzten Tagen hatte einige Konsequenzen gehabt: Wegen des Schneefalls wurde die Anreise für Baesweiler entscheidend erschwert, ein Antreten war unmöglich, weshalb das Spiel erneut verlegt werden musste. Zudem hatte sich Wickraths Spitzenspieler Yannic Maaßen erkältet, weswegen er Freitag nicht zum Training erschien und auch am Samstag gegen Tabellennachbar Oberdrees nicht eingesetzt werden konnte.
Nach der Fahrt durch eine weiße Winterlandschaft nach Rheinbach, dem zweiten Spiellokal von Oberdrees, stellte sich heraus, dass auch einer der gegnerischen Spieler verhindert war. Diese Botschaft wurde allerdings von einer anderen überschattet: Erstmals griff die Heimmannschaft auf Nils Röttgen, einen Spieler, der bislang in der Herren Verbandsliga aufschlug, zurück.
Die veränderten Aufstellungen machten Wickrath auf einmal zum Außenseiter. Da Platten, Banden, Handtuchhalter, Zählgeräte, Schiedsrichtertische und –stühle zuvor aus der Eiseskälte geholt worden waren und die Tür dafür über einen langen Zeitraum geöffnet werden musste, war es in der Halle zudem bitterkalt, und auch die auf Hochtouren laufende Heizung schaffte keine Linderung.
Im Oberdreeser Gefrierschrank gelang dem Gast dennoch ein erfreulicher Auftakt: Im Doppel gewannen Jan und Dominik, der für seinen Bruder Yannic einsprang, überraschend 3:0 gegen das Duo Nils Röttgen/ Jonas Langer. Nach zwei verlorenen Sätzen fanden auch Julian und Arne langsam in ihre Partie und gewannen den nachfolgenden dritten Durchgang. Danach mussten sie sich allerdings 9:11 geschlagen geben, dennoch: Es stand 1:1.
Aufgrund des Ausfalls von Yannic trat Arne nun nicht wie bislang im unteren, sondern im oberen Paarkreuz an.
Die ersten Einzel machten dennoch Hoffnung: Julian gewann die ersten beiden Sätze gegen Pascal Büttner und auch Arne gelang zunächst ein Satzerfolg gegen den klar favorisierten Nils Röttgen.
Auch danach hatte er seine Chancen: Im zweiten Satz gab er eine 6:2-, im dritten eine 8:4- und im vierten eine 8:6-Führung noch aus der Hand.
Ähnlich sollte es Julian ergehen. Einen zwischenzeitlichen Matchball bei 2:0 und 10:9 konnte er nicht nutzen und verlor letztendlich 2:3. Mit etwas Glück hätte es insgesamt 3:1 stehen können, aber so lautete der Spielstand 1:3.
Weniger knapp verliefen die darauf folgenden Partien: Jan gewann klar 3:0, Dominik verlor gegen einen eigentlich oben spielenden Gegner 0:3, nachdem er im ersten Satz bei 9:10 einen Netzroller hatte hinnehmen müssen.
Die nächsten Spiele standen wiederum unter keinem guten Stern. Arne verlor den umkämpften ersten Satz 9:11, kam nach einem weiteren Satzverlust wieder heran, unterlag dann aber 1:3.
Julian trauerte der vergebenen Chance im letzten Einzel wohl noch hinterher: Beim 0:3 gegen Nils Röttgen war er klar unterlegen.
Erfreulicherweise konnte sich nun Dominik in Szene setzen, indem er mit einem 3:1 Sieg die Gäste aufatmen ließ: nur noch 3:6.
Leider blieb Jan danach ohne Satzgewinn: 3:7.
Nun spielte Julian gegen Jans Kontrahenten. Nachdem er die ersten beiden Sätze abgab, entschied er den nächsten für sich, wobei er das Glück hatte, was ihm zuvor fehlte.
Trotz dieser Leistungssteigerung unterlag er insgesamt 1:3. Wickrath hatte wieder einmal verloren, diesmal sogar 3:8.
Diese bis hierhin höchste Niederlage stellt hoffentlich den Schlusspunkt einer beispiellosen Serie aus Pleiten dar. Alles sieht danach aus, als würde der TuS Wickrath zur Halbserie hin einen Platz im Niemandsland der Tabelle einnehmen. Lediglich das Nachholspiel gegen Baesweiler lässt ein kleines Türchen offen: Mit einem Heimsieg könnte Wickrath noch ein positives Punktekonto erspielen.

 

gegen TTC indeland Jülich

Nach zwei knapp verlorenen Spielen wollte der TuS Wickrath der Durststrecke mit einem Sieg am heutigen Tage ein Ende setzen. Dazu fand sich am siebten Spieltag mit Jülich ein nicht gerade einfacher Gegner in der Wickrather Halle ein, der bis vor kurzem mit Tabellenführer Duisdorf noch gleichauf gewesen war, bevor ihm das gleiche Schicksal wie dem heutigen Kontrahenten widerfuhr: Gegen Rheindahlen und Duisdorf blieb man ohne Punkte.
Somit ging es nicht nur für die Heimmannschaft, sondern auch für die Gäste, deren erste Herrenmannschaft in der Bundesliga aktiv ist, darum, wieder in die Erfolgsspur zu finden, was dem Spiel einen besonderen Charakter verlieh.
Dass der Partie neben dem großen Stellenwert auch viel Spannung zukommen würde, zeigten die Auftaktdoppel nur zu gut, da beide Teams jeweils einen Zähler für sich einfahren konnten.
Auch danach blieb das Aufeinandertreffen ausgeglichen: Yannic konnte in drei hart umkämpften Sätzen den ersten Einzelerfolg einfahren, während Julian sich erst in der Verlängerung des fünften Satzes gegen Robert Pal geschlagen geben musste.
Daraufhin sah alles danach aus, dass der ausgeglichene Punktestand fürs erste zugunsten der Wickrather weichen würde: Arne gewann sein Spiel gegen Stevan Kljajic-Peric und auch Jan befand sich mit 2:0 Sätzen gegen dessen Bruder Nikola in klarer Führungsposition, bevor das Spiel zu kippen drohte. Sein Kontrahent gewann die nachfolgenden beiden Sätze. Danach aber gerieht er schnell ins Hintertreffen. Denn im fünften Satz besann sich Jan alter Stärke und erspielte sich beim Stand von 9:4 sechs Matchbälle.
Doch dies schien seinen Gegner überhaupt nicht zu beeindrucken, und auch eine bei 10:7 genommene Time-Out konnte die Aufholjagd des Jülichers nicht stoppen. Letztendlich gewann er acht Punkte in Folge, wodurch die Gastmannschaft ausglich: 3:3.
Als Yannic danach erneut erfolgreich war, stellte sich eine ähnliche Situation wie zuvor ein: Julian gab eine 2:0-Satzführung noch aus den Händen. Nachdem er schon im vierten Satz bei 8:10 in Folge einer langen Halbdistanzrallye einem tödlichem Netzball zum Opfer gefallen war, verlief der Entscheidungssatz ebenso unglücklich.
Trotz vieler Satzführungen gab Arne im weiteren Verlauf des Matches sein zweites Einzel enttäuschenderweise 0:3 ab, wohingegen Jan einen Satzrückstand noch in einen Sieg ummünzte.
Ob dieses Spielstandes- 5:5- hatte man eine entscheidende Verlängerung zu bestreiten, mit der man zuletzt nicht gerade gute Erfahrungen gemacht hatte. Diese Serie schien sich sogleich zu wiederholen, denn Arne gab seine Partie gegen Robert Pal klar ab.
Der favorisierte Yannic hatte ebenfalls zu kämpfen. In einem ohnehin von Netz- und Kantenbällen geprägten Meisterschaftsspiel, entschied wieder das Glück über den weiteren Verlauf der Partie. Da dieses der Wickrather Nummer eins nicht gerade freundlich gesonnen war, erwartete ihn die Entscheidung im fünften Satz, welchen er dann aber gewann.
Auf der anderen Hallenseite überzeugte Julian gegen den gegnerischen Vierer, dem er auch zuletzt unterlegen war, nicht gerade. Nach zwei Satzniederlagen flackerte im dritten Durchgang kurzfristig sein Können auf; das war es dann aber auch. Zwei Punkte zu erreichen, das war nun unmöglich: 6:7.
Obwohl Jan in der nächsten Partie eigentlich die Außenseiterrolle beizumessen war, konnte man kein deutliches Dreisatzspiel erwarten. Auch gegen Düren war er gegen einen formell höher einzustufenden Gegner gut zurechtgekommen und hatte sich mit seinem Erfolg zum Matchwinner gekrönt.
Schnell zeichnete sich ab, dass er auch in diesem Spiel das Potential dazu besaß. Trotz eines Rückstand konnte er im vierten Satz das Ruder noch einmal herumreißen und einen fünften Satz erzwingen. Diesen letzten Durchgang musste er dann aber abgeben: 6:8.
Traurig anzusehen, wie die Tabellenspitze in immer weitere Ferne rückt. Dabei kann man nicht einmal davon sprechen, dass Wickrath seinen Meister gefunden hätte.
Das zur Bezirksliga verschiedene Spielsystem führt einfach dazu, dass bei knappen Niederlagen dem Unterlegenen keine Punkte zugesprochen werden, und das ist es, das dem TuS Wickrath derzeit zu schaffen macht: 5:8, 6:8, 6:8. Null Punkte.
Hätten sich die gewonnen Einzel auch nur geringfügig anders verteilt, hätte man zum Beispiel einmal knapp 8:6 gewonnen, und dafür einmal deutlich verloren, stünden bereits mehr Punkte zu Buche. Andererseits macht die Regelung auch andere Vereine angreifbar und vielleicht ist es ja Wickrath, das in den nächsten knappen Spielen das Glück auf seiner Seite hat.

 

gegen TTC Bonn-Duisdorf

Ein Spiel gegen den Tabellenführer ist immer etwas Besonderes, besonders, wenn man gerade erst selbst Tabellenführer gewesen ist, und die Möglichkeit hat, sich im direkten Vergleich mit der bis jetzt stärksten Mannschaft der Saison zu messen, vielleicht sogar selbst diesen Status zu erreichen.
Als Dritter kann man sich nicht einmal sicher sein, ob ein Sieg überhaupt bis ganz nach oben führt, aber welcher Dritte kann sich schon eines Sieges gegen die Nummer eins sicher sein? Der TuS Wickrath jedenfalls nicht.
Umso überraschender war es also, dass die Gäste zur Verwunderung wahrscheinlich jeder zu diesem Zeitpunkt in der Bonner Halle befindlichen Person direkt einmal beide Doppel gewannen- und das in eindrucksvoller Manier. Yannic und Jan pusteten ihre Gegner 3:0 von der Platte. Und Julian und Arne gelang das Kunststück, das bis jetzt ungeschlagene Doppel Grigoreas/ Mykietyn in die Knie zu zwingen.
Jetzt konnte man wie in allen bisherigen Partien auch verfahren: Unten einfach alle Spiele gewinnen. Dann hatte man schon sechs Zähler sicher. Und dann musste man halt noch die Partien der eigenen oberen gegen die gegnerischen unteren für sich entscheiden, und schon stand ein Erfolg zu Buche.
Doch wie in allen bisherigen Spielen auch, sieht man mal von eine gewissen Partie in einem gewissen roten Keller ab, steuerten auch die Spieler oben mächtig Punkte bei.
Yannic unterlag zwar, Julian jedoch jubelte nach einem leistungsstarken 3:1 gegen Yannic Höreth.
Danach konnte auch Arne überzeugen, während Jan eine Satzführung abgab und sich schließlich 1:3 beugen musste. Dennoch: 4:2- damit konnte man zuvor nicht gerade rechnen.
In den nächsten Einzeln konnte Julian den temperamentvollen Griechen Omiros Grigoreas, dessen Urschreie ein ums andere Mal die Halle erzittern ließen, näher an eine Niederlage bringen als Yannic zuvor. Letztlich hatte aber auch er das Nachsehen, während Yannic Julians Sieg gegen den Führungsspieler der Heimmannschaft nachahmte und die Gesamtführung somit am Leben hielt.
Das 5:3 war allerdings nicht von langer Dauer. Nach seiner Niederlage musste Arne zusehen, wie auch Jan in Bedrängnis geriet. Er jedoch konnte sich aus der Misslage befreien: 6:4.
Die Verlängerung stand an. Jene Verlängerung, in der paarkreuzübergreifende Spiele nicht gerade häufig für Spannung sorgten und in denen den übergeordneten Spielern meist klare Favoritenrollen zugesprochen werden konnten. Also: Man brauchte in Spielen favorisierter Wickrather die Erwartungen nur erfüllen und musste nicht etwa irgendetwas Unmenschliches vollbringen. Ein 8:6 sollte also machbar sein. Favorit Nummer eins, Yannic, war an der Reihe. Er verlor: 6:5.
Erstmal zwei Spiele, in denen man als Außenseite galt –eine Möglichkeit, die Chance auf einen Sieg zu wahren.
Vergeben. 6:7.
Wenigstens noch ein Unentschieden?
Julian sah sich Stefan Schröder gegenüber, jenem Spieler, der heute noch absolut nichts geholt hatte.
Doch dies war nicht sein einziger Gegner. Die Angst spielte mit, und der Druck. Längst war er nicht mehr nur für sich allein verantwortlich. Er sah sie dort doch sitzen, seine Mannschaftskameraden.
Wie sie mit erwartungsvollen Blicken dasaßen, die eigenen Niederlagen sich selbst noch nicht vergebend, aber sich immer noch an den einen Strohhalm klammernd, den sie noch hatten- an ihn.
Dieser Situation war er nicht gewachsen, und das sah man ihm auch an. Nicht annähernd an seine bisherigen Leistungen anknüpfend, ging er 0:3 unter: 6:8.
Ein 6:4 in der Verlängerung noch abgegeben. Die Tabellenführung in der Verlängerung noch verloren. Aber wenigstens rangiert man noch auf Platz vier.
Neuen Mut zu schöpfen, die Feuerprobe gegen Jülich zu bestehen, sich bis Ende der Hinrunde keinen Ausfall mehr zu leisten und dann noch einmal anzugreifen. Diese Ziele sollte sich Wickrath jetzt setzen.
Vielleicht wird den nunmehr klar führenden Duisdorfern der Druck ja auch mal zu hoch. Wie wäre es zum Beispiel am 26. Februar im neuen Jahr? Wie wäre es auswärts -am Antoniushügel? Denn hier habt ihr noch eine Rechnung offen, meine lieben Duisdorfer.

 

gegen TTC Rheindahlen

Die Treppe hinunter, dem schmalen Gang folgen bis zur Abzweigung und hinein in die Katakomben. Am Schießstand vorbei, die kleine Stufe nehmen. Nur noch ein paar Meter; die Tür geöffnet. Die kleine Umkleidekabine wirkt durch die einseitige Vergitterung zum Schutz einiger Sportgeräte etwas unheimlich. Rückwärtige Türen führen zu sanitären Einrichtungen, während die seitlichen Ausgänge in rechteckige, rot und grün angestrichene nahezu mystische Räume führen.
Ist man zum ersten Mal hier, fragt man sich womöglich, wo man hier sei und vor allem, was man an einem ganz gewöhnlichen Samstagmittag hier verloren habe. Doch der Ausdruck aus click-tt läßt keine falschen Schlüsse zu:
Schulzentrum Rheindahlen, Geusenstraße 27, steht dort und stand nicht genau diese Nummer auch auf der Fassade des merkwürdigen Gemäuers?
Macht man sich auf den Weg zurück, um sich noch einmal zu vergewissern, läuft man Gefahr, völlig unverhofft einem Fremden auf dem Gang zu begegnen.

Zum Glück kam es bei unserer Ankunft etwas anders: Als wir den roten Keller erreichten, waren die allseits bekannten Spieler schon anwesend und spielten sich munter ein, als sei es das Normalste auf der ganzen Welt, einige Meter unter der Erdoberfläche Topspins zu ziehen.
Es mag komisch klingen, aber die Spielstätte Rheindahlens strahlt auf einige Leute einen ganz besonderen Charme aus, andere hingegen verabscheuen das ungewöhnliche Schlupfloch.
Doch eines müssen alle einsehen: Im Kreis Mönchengladbach und wohl auch noch ein ganzes Stück darüber hinaus ist diese Halle einzigartig, etwas Besonderes.
Erfreulicherweise aber bot nicht nur die Halle an diesem fünften Spieltag so einiges an Gesprächsstoff. Auch das Spiel wusste durch ein hohes Niveau zu überzeugen; nicht weiter verwunderlich, standen sich doch der Erst- und Viertplatzierte gegenüber.
Für den ganz vorn platzierten TuS Wickrath lief es dabei zunächst aber gar nicht mal so gut. Zwar hatten beide Doppel jeweils den ersten Satz gewonnen, das Polster reichte jedoch nicht. Zwei frustierende Auftaktniederlagen, die die Stimmung der Gäste gleich auf den Tiefpunkt versetzten, folgten.
Nun musste oben etwas kommen, wobei die Spiele gegen Mark Peiffer von vorne herein als nahezu aussichtslos betrachtet werden konnten. Dies bestätigte sich sogleich, und damit geriet Yannic gegen Philip Brandner, den er noch eine Woche zuvor bei einem Turnier zur Qualifikation für die Westdeutschen Meisterschaften der Jungen bezwungen hatte, unter Zugzwang.
Leider half der Gewinn des zweiten Satzes nicht viel und so hatte er sich im Vierten einem 1:2-Rückstand zu erwehren. Mit schwachen Rückschlägen geriet er ein ums andere Mal in Bedrängnis, konnte das Spiel jedoch weiterhin ausgeglichen gestalten, bis ihm bei 12:13 ein folgenschwerer Fehler unterlief.
Tus Wickrath: 0; TTC Rheindahlen: 4.
Dieser Spielstand ließ die Heimmannschaft etwas übermütig oder auch einfach nur wohlwollend werden. Anstatt Lukas Veit bot Rheindahlen den vermeidlich nicht ganz so starken Tobias Mones auf, der bis jetzt auf nur einen Einsatz gekommen war und sein Spiel prompt 0:3 abgab.
Gleichzeitig schien Jan die Hoffnung noch nicht verloren zu haben und schaffte es, nach zwei Satzrückständen von 0:1 und 1:2 wieder in den gewohnten Rhythmus zu finden. Diese Kampfleistung wurde mit einem knappen 3:2 belohnt: nur noch 2:4 –ein Hoffnungsschimmer?
Vielleicht ja, vielleicht aber auch nicht, denn wieder war man in der Außenseiterrolle. Yannic gestaltete das Spiel gegen den frisch gebackenen Überraschungsbezirksmeister Mark Peiffer zwar ausgeglichen, konnte ein 1:3 aber nicht verhindern.
Nun ruhten die Hoffnungen auf Julian. Mit einem Erfolg gegen Philip Brandner konnte man bis auf zwei Punkte aufschließen und eventuell unten einen Ausgleich herbeiführen.
Leider vergab der Wickrather aber gleich drei Satzbälle im ersten Satz. Den Zweiten entschied er daraufhin für sich, woraufhin er jedoch in ein Konzentrationsloch fiel und die Partie abgeben musste.
Derweil hatte Arne im vorgezogenen Spiel gegen Mark Peiffer eine Bärenaufgabe zu bewältigen.
Der Rheindahlener wollte sich noch die zweite Halbzeit vom Bundesligaspiel FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach, das zum gleichen Zeitpunkt nur einige Kilometer entfernt, aber oberhalb der Erdoberfläche stattfand, ansehen.
Daher machte er gleich ernst und gewann die ersten beiden Sätze, wenn auch knapp, mit 11:9 und 11:8. Die vom erstmals coachenden Gunnar Bochmann ausgegebene Taktik, weitgehend passiv zu bleiben und die Bälle mit Geschick zu verteilen, brachte schnell Erfolg: 11:7 und 11:4. Im fünften Satz stellte dann aber Mark Peiffer seine Taktik um.
Anstatt vor allem auf Spin zu ziehen, ging er zu brutalen Vorhandattacken über, die kaum noch zu parieren waren: 1:11. 2:3.
Und unmittelbar danach hatte Arne ein weiteres Einzel zu bestreiten, diesmal gegen Dirk Laschat.
Der erste Satz ging direkt 9:11 weg und als wäre das nicht schon knapp genug, zog sich der nächste Satz über eine gefühlte Dreiviertelstunde hin.
Jan hatte seine Prüfung gegen Tobias Mones zu diesem Zeitpunkt schon mit Bravour bestanden. Da Dirk Laschat als Nächster hätte spielen müssen und man überhaupt nicht davon ausgehen konnte, dass ein nächstes Einzel überhaupt vonnöten wäre, um einen Sieger zu ermitteln, fand das Aufeinandertreffen beider Clubs nur noch an einer Platte statt.
Der zweite Satz war ein ständiges hin und her, beide Akteure hatten unzählige Satzbälle, aber keiner konnte sie nutzen. Als man letztendlich glaubte, der Satz fände überhaupt kein Ende mehr, fand er doch eines: 21:19, fast wie in alten Zeiten- für Dirk Laschat.
Nur noch ein Satzverlust trennte Wickrath von der ersten Saisonniederlage in der Verbandsliga, doch dieser Satz wollte einfach nicht kommen. Die nächsten Durchgänge waren anders als die ersten beiden und erschienen einem im Vergleich zu Marathonsatz Nummer 2 wie ein Wimpernschlag: 11:6, 11:6, 11:2.
Wickrath hatte sich noch einmal aufgebäumt- 4:7.
Allerdings war der Start in die weitern Matches wieder nicht allzu verheißungsvoll:
Yannic geriet gegen die gegnerische Drei in Satzrückstand. Auch der bisher noch ungeschlagene Jan tat sich schwer und unterlag ähnlich wie zuvor Arne mit 15:17.
Während Yannic sein Einzel gegen Dirk Laschat in Folge dessen noch für sich entscheiden konnte, legte sich die Schlinge immer dichter um Jans Hals. Den nächsten Satz verlor er wieder, und wieder nur knapp: 8:11.
Als es im dritten Durchgang dann 8:10 stand, schien die Messe endgültig gelesen zu sein, doch Jan strafte alle Pessimisten Lügen: 10:10.
Als er den darauf folgenden Punkt wieder abgeben musste, sah er sich wieder einem Matchball gegenüber. Schon zum dritten Mal. In dieser entscheidenden Phase spielte sich vor den Augen der Zuschauer ein Ballwechsel ab, der seinesgleichen sucht. Jans Kontrahent Philip Brandner befand sich dabei zunächst in einer sehr guten Position: er war der Aktive, welcher den Ball mit schnellen Topspins beschleunigte. Jan konnte diese jedoch blocken und schließlich selbst das Heft in die Hand nehmen, der Rheindahlener befand sich nun in der Ballonabwehr, aber war das überhaupt ein Vorteil? Bis jetzt hatte sich das nicht gerade bestätigt, aber diesen Punkt machte er. Leider gab das allerdings keinen Schönheitspreis und brachte auch sonst nichts ein.
Jan unterlag 10:12, Wickrath 5:8. Hätte man nur eine weitere Partie gewonnen, wäre man im nächsten Spiel zwischen Julian und Tobias Mones klar favorisiert gewesen. Dabei hätte man immerhin noch ein Unentschieden erreichen können, so aber war die Niederlage unabwendbar.

Jedoch ist bei weitem noch nicht aller Tage Abend: In den nächsten zwei Partien hat man die Möglichkeit, die verlorene Tabellenführung zurückzuerobern. Denn dann spielt man gegen Duisdorf und Jülich, die derzeit Tabellenrang eins und zwei inne haben. Auf der einen Seite eine schwierige Aufgabe, auf der anderen Seite aber auch eine Chance, gleichzeitig das eigene Punktekonto zu erweitern und das gegnerische unter Kontrolle zu halten.
Beide Topteams sollten sich also in Acht nehmen, denn: Über der Erdoberfläche ist der TuS Wickrath noch ungeschlagen, und das kann, wenn es nach Yannick, Julian, Jan und Arne geht, auch noch eine Weile so bleiben.

 

gegen TV 1847 Düren

Unmittelbar nach einer durch die Herbstferien bedingten Spielpause erwartete die erste Jungen Mannschaft des TuS Wickrath der erste richtige Härtetest. Ein richtungsweisendes Spiel stand nach drei vergleichsweise einfachen Partien an. Nun würde sich zeigen, ob man Chancen hatte, auch weiterhin oben mitzuspielen, die Tabellenführung eventuell sogar zu verteidigen oder, ob man im Mittelmaß der Tabelle versank und der aufkommenden Euphorie damit ein jähes Ende gesetzt wurde.
Der Gegner aus Düren hatte sich noch keine Blöße gegeben, ein Unentschieden gegen den bis dato noch ungeschlagenen TTC Duisdorf erreicht und ansonsten nur Siege eingefahren.
Einige der Spieler hatten sich auch schon in hohen Herren-Mannschaften profiliert: Florian Laven zum Beispiel konnte zu diesem Zeitpunkt im unteren Paarkreuz der Landesliga eine 3:0 Bilanz vorweisen.
Bei der Anreise der Gäste stellte sich für Wickrath erfreulich heraus, dass dieser jedoch nicht antreten würde. Das war jedoch nur die eine Seite der Medaille: An seine Stelle trat Julian Heimbach, welcher zu diesem Zeitpunkt in der Jungen-Verbandsliga noch nicht in Erscheinung getreten war, und im oberen Paarkreuz der Landesliga-Mannschaft eine eindrucksvolle 4:1-Bilanz erreicht hatte.
Vermutlich war sein Einsatz darauf zurückzuführen, dass sein Verein durch die drei Auftaktsiege Wickraths vorgewarnt war und auf Nummer sicher gehen wollte. Sollte sich das Wickrather Aufeinandertreffen mit vermeidlich schwächeren Mannschaften zu Beginn der Saison also im Nachhinein als Nachteil herauskristallisieren?
Die Antwort erwartete die Zuschauer in einer lang anhaltenden und hochbrisanten Partie, die durch zwei spannende Doppelspiele eingeleitet wurde:
Jan und Yannic kamen gegen das scheinbar übermachtige und aus den beiden Topspielern gebildete Doppel der Gäste schlecht ins Spiel und gaben den Auftaktsatz klar mit 4:11 ab. Danach bewiesen sie jedoch wieder einmal ihre Stärke und sahen sich mit zwei Satzerfolgen plötzlich vorn, bevor Heimbach/Hibert einen entscheidenden Durchgang erzwangen.
Auf der anderen Hallenseite deutete alles auf eine klare Sache hin. Beim Stand von 2:0 und einer klaren Führung in der Satzmitte drehten die Kontrahenten von Julian und Arne aber wieder auf. Nach zwei in der Verlängerung entschiedenen Sätzen sollte also auch hier ein letzter Satz über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Nun spielte sich an beiden Platten ein harter Kampf um die ersten beiden Punkte ab. Nur zwei Ballwechsel sollten die Glücklichen jeweils von den Unterlegenen trennen.
Jan und Yannic gewannen 15:13, Julian und Arne verloren 9:11. Spielstand: 1:1. Unter Vermeidung einer ebenso knappen und unnötigen wie auch bitteren Niederlage hätte es leicht auch 2:0 stehen können, aber sei es drum, noch war nichts verloren. Sollte man jedoch später dieser vergebenen Chance nachtrauern müssen?
Dieser Verdacht erhärtete sich zunehmend im Laufe der ersten Einzel. Yannic spielte unter seinen Möglichkeiten und verlor 1:3, Julian erreichte mit einem Satzgewinn gegen Julian Heimbach, der in dieser Klasse eigentlich nichts verloren hat, immerhin einen Achtungserfolg, doch dies änderte nichts am Rückstand: 1:3.
Nun waren Jan und Arne unter Zugzwang: Mittlerweile konnte man davon ausgehen, dass oben wohl nicht viel zu holen war, und jetzt galt es, dies unten herauszureißen.
Mit einem klaren Sieg vonseiten Jans war dieses Unternehmen auf einem gutem Wege, doch Arnes Partie drohte nach einem 9:11 im dritten Satz zu kippen. Letztlich gewann er mit 3:1 aber dann doch: 3:3.
Gegen den gegnerischen Einser war in Folge dessen wieder kein Kraut gewachsen, aber Julian gelang in seiner Partie in drei spannenden Sätzen und nach Abwehr so einiger Satzbälle ein verdientes 3:0.
Der bisher angeschlagene Rhythmus war somit gebrochen. Wenn man jetzt die Partien, in denen man favorisiert war, also zum einen unten, und zum anderen die der eigenen oberen gegen die gegnerischen unteren Spieler, für sich entscheiden konnte, war ein knapper Sieg unter Dach und Fach gebracht.
Zumindest der erste Teil gelang relativ reibungslos. Jan riss das Ruder nach einem 0:1 Rückstand erfolgreich herum und auch Arne gewann verwunderlich mühelos.
Im Anschluss daran hatte er es jedoch mit einem ganz anderen Kaliber zu tun, nämlich dem Spieler, der dem oberen Paarkreuz des TuS Wickrath mit zwei Einzelerfolgen einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte.
Leider konnte er nur phasenweise an seine bisher gute Leistung anknüpfen und blieb weitgehend chancenlos: 6:5.
Nun duellierten sich Julian und Yannic mit den Dürener Spielern des unteren Paarkreuzes. Zwei Siege konnten einen Gesamtsieg, einer ein Unentschieden garantieren.
Yannic war nach der ersten Satzniederlage nicht mit sich selbst zufrieden, wobei sein Frust nicht nur auf das laufende Einzel, sondern auf seine Tagesleistung an sich zurückzuführen war. Als er sich jedoch wieder seiner Stärken besann, konnte er ein 3:1 für sich verbuchen:
Das Unentschieden war dem Turn- und Sportverein nicht mehr zu nehmen. Doch das war auch längst nicht mehr das Ziel: Der Sieg war zum Greifen nah, Julian hatte bereits einen höheren positionierten Spieler als seinen jetzigen Gegner geschlagen.
Dem großen Erwartungsdruck war er jedoch nicht gewachsen. Ohne an seine bis jetzt gute Vorstellung anzuknüpfen, unterlag er sang- und klanglos 0:3.
Nur noch ein Einzel war jetzt zu bestreiten, ein Einzel, das über Sieg oder Unentschieden zu Entscheiden bestimmt war, ein Einzel, in dem man sich weitaus weniger ausrechnete als in der verlorenen Partie zuvor.
Jan ging als letzter Wickrather und als letzte Wickrather Hoffnung auf einen Sieg an die Platte. Sein Gegenüber war leicht favorisiert, hatte er doch den heimischen Spitzenspieler besiegt.
Wieder spielte sich das Szenario der unnötig verlorenen Doppelpartie in den Köpfen einiger Wickrather ab. Es wäre wirklich zu bitter gewesen, wenn eben dieses den Ausschlag geben sollte.
Es wäre zu bitter gewesen…. –aber es kam alles ganz anders: Jan behauptete sich klar mit 3:0. Ebenso lautet seine Tagesbilanz, was ihn zum unumstrittenen Matchwinner krönte.
Besonders ihm, aber vor allem auch einer geschlossenen Teamleistung ist dieser 8:6 Erfolg zu verdanken. Die erste wirklich hohe Hürde ist genommen.
Man befindet sich nach wie vor an der Tabellenspitze, aber noch ist nichts gewonnen. Zu viele starke Mannschaften müssen noch in Schach gehalten werden, als nächstes der TTC Rheindahlen.
Denn nächste Woche bestreitet der TuS Wickrath im „Rheindahlener Bunker“- ob grün oder rot ist derzeit noch nicht bekannt- unter echter „Derby-Atmosphäre“ das einzige rein kreisinterne Match der Hinrunde.
Besonders der unumstrittene Spitzenspieler Rheindahlens, Mark Peiffer, der vor einer Woche erst überraschenderweise in eindrucksvoller Manier Bezirksmeister wurde, und ebenso überraschend an diesem Wochenende zwei seiner drei Einzel abgab- seine Mannschaft verlor im Endeffekt 5:8- wird Wickrath vor eine große Probe stellen.
Mal sehen, wie lange man die Tabellenspitze halten kann…

 

gegen TV Lohmar

Um 14:30 Uhr sollte der dritte Spieltag der noch jungen Verbandsliga-Saison heute durch das Spiel Wickrath- Lohmar eingeleitet werden, doch es sollte alles anders kommen:
Zum einen, weil zwei Spiele vorverlegt worden waren und zum anderen, weil die Gäste mit Verspätung eintrafen, wurde der erste Ballwechsel des Tages nicht am Antoniushügel gespielt. Der TV Lohmar hatte seine späte Anreise zwar zuvor angekündigt, da die Spieler allerdings nicht davon unterrichtet wurden, fanden sie sich viel zu früh am Platz des Geschehens ein.
Um trotz allem schnellstmöglich beginnen zu können, gewährte man den Kontrahenten zwei Tische zum Einspielen. Geäußerte Bedenken, man müsse nun kalt in die Doppel gehen, wurden ignoriert.
Zurecht.
Schnell zeigte sich, dass der Auftakt ein gelungener werden würde. Denn Julian und Arne steigerten ihre Leistung erneut und gewannen souverän 3:0. Auch Yannic und Jan gelang ein Erfolg; die ungeliebte Spielweise ihrer Gegenüber führte allerdings zu einem Satzverlust: 2:0.
Genauso sollte es in den Einzeln weitergehen: Yannic spielte gegen Maurice Eichenseer, einen Spieler aus dieser Doppelpaarung- und wieder lautete der Endstand 3:1. Am Nachbartisch traf Julian Mux auf den gegnerischen Spitzenspieler: Rafael Santos! Nach guter Leistung konnte er einen klaren 3:0 Sieg einfahren: 4:0.
Im Prinzip wäre es unnütz die weiteren Einzel im Detail zu beschreiben, denn im Grunde genommen ging es weiter, wie es begonnen hatte.
Dabei sollte es jedoch nicht nur bei null Spielniederlagen, sondern sogar bei den bislang hingenommenen zwei Satzverlusten bleiben.
Das deutliche 8:0 musste gebührend gefeiert werden. An den Sieg schloss sich ein Besuch der Wickrather „Stammkneipe“ an, wo das Bundesligaspiel Borussia Mönchengladbach gegen Vfl Wolfsburg lief.
In diesen munteren Stunden war auch ein Blick auf die Tabelle nicht zu vermeiden. Mit drei Siegen rangiert man nun ganz oben unter anderen, großen Mannschaften. Durch die Sieghöhe konnte zudem die Spieldifferenz verbessert werden, doch man sollte nicht zu früh enthusiastisch werden:
Noch kein Team aus der Riege der Top-Clubs ist besiegt. Mit Düren, Rheindahlen, Duisdorf und Jülich erwarten den TuS Wickrath gleich vier harte Nüsse unmittelbar nach den Herbstferien.

 

gegen SSF Bonn

Ein personeller Engpass an diesem Wochenende, unter anderem ausgelöst durch den plötzlichen Abgang des bislang in der zweiten Jugend-Mannschaft startenden Marius Langer, veranlasste den Wickrather Jugendwart Hans Georg „Schorsch“ Dewitt dazu, eine Vorverlegung der Partie in Bonn zu beantragen, der der SSF freundlicherweise zustimmte. Somit wurde der erste Ballwechsel nicht wie geplant um 15 Uhr, sondern schon um 13 Uhr ausgetragen. Spielstätte war eine vergleichsweise kleine Halle nahe der Autobahn, in der jedem Schlag ein charakteristisches, lautes Echo folgte.
Nachdem man sich auf diese veränderten Bedingungen eingestellt und der neu ernannte Mannschaftsführer Yannic die Begrüßung der Heimmannschaft souverän erwidert hatte, ging es in den Doppeln direkt zur Sache:
Während Julian und Arne, die sich diesmal dem schwächeren Doppel gegenüber sahen, die Gäste mit einem 3:1-Erfolg in Front brachten, baute sich am Nebentisch ein regelrechtes Marathonmatch auf- von dieser Sorte sollte es an diesem Tag noch einige geben. Zu jedem Zeitpunkt des Spiels konnte man auf einen Sieg der Wickrather Paarung hoffen, bis man im fünften Satz scheinbar aussichtslos mit 9:5 zurücklag. In Folge der Wiederholung eines fragwürdigen Schlages drehten Yannic und Jan aber noch einmal auf: Sechs Punkte in Folge lieferten eine 2:0-Führung.
Leider konnte dieser Vorsprung nicht lange gehalten werden. Sowohl Yannic als auch Julian blieben gegen starke Kontrahenten mit jeweils 0:3 weitgehend chancenlos. Ein besserer Spielstand konnte durch ein 3:0 in Arnes erstem Einzel aber wieder hergestellt werden. Jan hingegen machte es erneut spannend: Wieder einmal ging er über die volle Distanz- und wieder einmal erfolgreich: 3:2.
Alles schien darauf hinzudeuten, dass oben wenig, unten aber viel zu holen war. Sollten also die gelungenen Doppel das Spiel zu Gunsten der Gastmannschaft entscheiden?
Überraschenderweise wurde der bis hierhin angeschlagene Rhythmus plötzlich unterbrochen. Sowohl Julian als auch Yannic schien ihr jetziger Kontrahent besser zu liegen als der vorherige. Dies schlug sich auch im Ergebnis nieder: Julian unterlag knapp im Entscheidungssatz, Yannic erzielte einen 3:1-Erfolg- 5:3.
Zwei Schlüsselpartien, in denen Bonn hätte ausgleichen können, liefen ihrem Höhepunkt entgegen. Denn Arnes 2:0- und Jans 2:1-Satzführung wurden jeweils in 2:2-Zwischenstände umgemünzt. Im fünften Satz dann hatten beide Rückstanden hinterherzulaufen. Wie ihre Gegner zuvor, besannen sich nun auch Jan und Arne wieder ihrer Stärken und konnten noch einmal ausgleichen. Beide gewannen letztendlich auch mit zwei Punkten Unterschied, sodass nur noch eines von möglichen vier Spielen gewonnen werden musste. Zur Freude der Gäste gelang dies direkt durch Yannic:
Dieser siegte klar und führte damit einen 8:3-Sieg herbei.
4:0-Punkte hat der TuS Wickrath also nach den ersten beiden Spieltagen vorzuweisen –und das in einer höheren Liga im Vergleich zum Vorjahr. Und auch der nächste Gegner erscheint schlagbar: Als Tabellenletzter ist Lohmar schlecht in die Saison gestartet.

 

gegen TSC Euskirchen

Nachdem die Saison 2010/2011 für die meisten Herren-Mannschaften schon vor zwei Wochen begonnen hatte, stiegen an diesem Wochenende auch die Nachwuchs-Mannschaften in den Spielbetrieb ein. Die erste Jungen-Mannschaft sah sich dabei in eine ganz besondere Rolle versetzt: Vor einigen Jahren hatte die damalige Jugend-Verbandsligamannschaft zurückgezogen werden müssen: das Ende einer Ära. Mit dem aktuellen Team aber war der Wiederaufstieg in die Verbandsliga geglückt, und den Spielern wurde nun die ehrenvolle Aufgabe zuteil, ein weiteres Kapitel in der Verbandsligaaktivität des TuS Wickrath aufzuschlagen.
Mit einer personellen Änderung trat die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr an: Anstelle von Till Schmitz, dessen Dienste der TuS Wickrath gern weiter in Anspruch genommen hätte, schlug heute erstmals Neuzugang Julian Mux auf- und das gleich im oberen Paarkreuz.
Über den Gegner war derweil kaum etwas bekannt: Niemand hatte bereits gegen einen der Euskirchener gespielt oder nur von ihm gehört. Somit waren die Gäste schwer einzuschätzen und schier unausrechenbar. Es hätte eine absolute Topmannschaft, aber auch eine bessere Gurkentruppe sein können.
Doch schon in den Doppeln wurde klar, dass der angereiste TSC keine dieser Bezeichnungen erfüllte. Vielmehr war es eine Mannschaft, die zu schlagen es viel Mühe kosten würde, aber auch nicht unmöglich war. Durch diese Gewissheit angespornt gelang einer aus Yannic und Jan neu gebildeten Links-rechts-Konstellation ein klarer 3:0 Sieg. Ganz uneingespielt war dieses Doppel freilich nicht: Erst in der letzten Woche hatte es den Kreismeisterthron erklommen. Auch an der Nebenplatte sah es lange Zeit gut aus. Eine schnelle 2:0-Führung lag in der Luft. Nachdem Arne und Julian die ersten beiden Sätze gewonnen hatten, war die Entscheidung zum Greifen nah. In einem spannenden dritten Satz profitierten die Gegner jedoch in der entscheidenden Phase von zwei Netzrollern, die ihre Mannschaftskameraden noch einmal aufhorchen ließen. Letztendlich gewannen die Euskirchener diesen Satz nach Abwehr von einigen Matchbällen dann auch mit 17:15, woraufhin gleich ein weiterer Satzgewinn folgte. Ein 9:7-Rückstand gegen die Heimmannschaft lieferte genug Anlass für eine Auszeit, in Folge der das Wickrather Doppel noch einmal aufdrehte und mit vier Punkten in Folge das Ruder in letzter Sekunde herumriss. Durch die Differenz der Spieldauern bedingt, bestritt Yannic zu diesem Zeitpunkt schon sein erstes Einzel. Sein mutiges Angriffsspiel verhalf ihm dabei auch zu seinem ersten Einzel-Gewinn: 3:1.
Julians Spiel hingegen war ein stetiges hin und her. Vier hart umkämpften Sätzen folgte ein entscheidender Satz, den leider der Gegner Eberhard Bachem für sich verbuchen konnte.
An diesem Zeitpunkt hätte ich in der Saison 2009/10 wohl gesagt, dass dem TuS Wickrath schon ein Punkt sicher sei. In der Verbandsliga gibt es solch eine Regel allerdings nicht, da hier in einem anderen System um die Punkte gekämpft wird. Acht Zähler sind nun vonnöten, um siegreich die Halle zu verlassen. Ein Unentschieden bleibt dennoch möglich: Gleicht eine Mannschaft zum 7:7 aus, wird keine weitere Partie gespielt.
Fünf Einzel mussten also noch gewonnen werden, und zwei davon folgten sofort: Jan und Arne erspielten beide jeweils ein 3:1. Yannic nahm sich daran ein Beispiel und erreichte ebenfalls diesen Endstand und auch Julian konnte einen 0:1-Rückstand noch in einen 3:1-Sieg verwandeln.
Im weiteren Verlauf der Begegnung war wieder Arne an der Reihe. Nach zwei knappen Sätzen, von denen beide Spieler einen gewannen, konnte er die nächsten zwei Durchgänge für sich entscheiden. Somit war das Spiel entschieden: Wickrath hatte 8:1 gewonnen.
Zum gleichen Zeitpunkt spielte auch Jan noch- nur für den Fall, dass Euskirchen seinen zweiten Einzel-Sieg einfahren konnte und somit die zum Sieg nötigen acht Punkte noch nicht erreicht waren. Jans Bemühungen wurden jedoch leider nicht mehr mit einem Vermerk auf der Internetseite des Tischtennis-Ergebnisdiensts click-tt belohnt. Daher sei wenigstens an dieser Stelle gesagt, dass ihm in diesem Spiel gegen einen bereits resignierenden Vierer ein klarer 3:0 Sieg gelungen ist.

 

Berichte der Saison 2009/10 finden Sie im Archiv.

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